
ist weit mehr als nur ein weiteres Familienhotel in den Thüringer Bergen. Es ist ein Ort, der Architektur, Natur und das Erlebnis für Familien zu einem stimmigen Gesamtbild verbindet. Schon beim ersten Blick auf das Gebäude wird deutlich, dass hier mit großer Sorgfalt geplant und gestaltet wurde. Klare Linien, hochwertige Materialien und eine warme, naturnahe Gestaltung schaffen eine Atmosphäre, die gleichermaßen modern wie einladend wirkt.
Für mich ergab sich die besondere Gelegenheit, dieses außergewöhnliche Haus fotografisch festzuhalten, noch bevor der erste Gast eingecheckt hatte. Den Auftrag zur Architekturfotografie erhielt ich von der Generalplanerin Dr. Christina Blassy, und zwar in einer Phase, in der die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung liefen. Für einen Architekturfotografen ist ein solcher Zeitpunkt ein seltenes Geschenk: Das Gebäude ist vollständig fertiggestellt, die Räume sind perfekt vorbereitet, und gleichzeitig herrscht noch eine fast meditative Ruhe, bevor der lebendige Hotelalltag beginnt.
Gerade bei einem Familienhotel, das später von spielenden Kindern, ankommenden Familien und einem lebendigen Miteinander geprägt sein wird, ist diese Ruhe besonders wertvoll. Sie ermöglicht es, Architektur in ihrer reinen Form zu erleben. Linien, Perspektiven, Materialien und Licht können ohne Ablenkung wahrgenommen werden. Man spürt förmlich, wie das Gebäude darauf wartet, mit Leben gefüllt zu werden.
Während der Fototage im Grand Green konnte ich mich frei durch das gesamte Haus bewegen. Vom großzügigen Eingangsbereich über die liebevoll gestalteten Familienzimmer bis hin zu den gemeinschaftlichen Bereichen und den Außenanlagen ließ sich jede Perspektive in Ruhe erkunden. Das natürliche Licht, das durch große Fensterflächen in die Räume fällt, spielte dabei eine zentrale Rolle. Es modelliert die Architektur, lässt Holzoberflächen warm erscheinen und betont die klare Struktur der Räume.
Diese entspannte Atmosphäre wirkte sich auch unmittelbar auf die Bildsprache aus. Ohne Zeitdruck und ohne Rücksicht auf den laufenden Betrieb konnten Kompositionen sorgfältig aufgebaut werden. Perspektiven wurden bewusst gewählt, Details gezielt herausgearbeitet und Räume in ihrer ganzen Großzügigkeit eingefangen. So entstanden Bilder, die nicht nur dokumentieren, sondern die Architektur spürbar machen.